…Häute, Därme und Leder ziehen sich neben dem Papier konsequent als „Pergamenterweiterung“ durch das Buch. Allerdings nicht als Schreibuntergrund, sondern als grafisch-malerische Gestaltung. Subtil erscheint die getrocknete, gefärbte, verschlungene Haut auf den bräunlichen Seiten mit starker Patina. Zeichen und Symbole, Versuchsreihen, Schemata und geheimnisvolle Kartierungen, rituelle Verschlingungen und klar strukturierte Mandalas bilden den Kosmos und lassen die „Paraschwarte“ in die Nähe alchimistischer Aufzeichnungsästhetik rücken.

Dazu der Autor Ulf Stolterfoht, der mit Sprachwitz ironisch sein und unser aller Sprachmaterial verwendet und damit erfrischend die Leseerwartungen unterläuft. Der Text war offen genug, um als Anregung zu dienen und bildinterpretatorische Akzente  zu liefern. Die Verzahnung der Buchgestaltung mit Stolterfoths Text ist absichtsvoll inszeniert…

 „paraschwarte- schaut auf diese haut “
2005
Micha Brendel, Ulf Stolterfot
unikates Buchobjekt in 5 Exemplaren, Haut, Papier, Schlagmetall, Tinkturen, Buchdruck, Prägung, Einband im Lederbeutel